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Große Kommunikationsübung mit mehr als 200 Teilnehmern aus dem ganzen Kreisgebiet

Kreis Soest (kso.2022.10.30.533.ak/bika). Mehr als 200 Übungsteilnehmer aus dem ganzen Kreisgebiet und zwei Dutzend Kräfte am Rettungszentrum des Kreises Soest: Die Einheiten der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr – also Feuerwehren, Deutsches Rotes Kreuz, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Technisches Hilfswerk und Malteser Hilfsdienst haben jetzt gemeinsam eine großflächige Kommunikationsübung durchgeführt und den Analogfunk auf Herz und Nieren getestet. Seit rund fünf Jahren sind die Einsatzkräfte im Kreis Soest mit Digitalfunk unterwegs. Und der hat zweifelsohne große Vorteile: Es rauscht nicht mehr wie früher, und die verschiedenen Einsatzkräfte können ungehindert, sicher und im Bedarfsfall sogar bundesweit miteinander kommunizieren. Doch die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr hat offenbart, dass der Digitalfunk in den betroffenen Gebieten mancherorts ausfiel. Um beispielsweise bei einem langen und flächendeckenden Stromausfall eine Rückfallebene zu haben, plant der „Arbeitskreis redundante Kommunikation“ im Kreis Soest, auf das bewährte und noch komplett vorhandene analoge Funknetz zurückzugreifen.

In den drei Führungsfahrzeugen am Rettungszentrum in Soest wurde die Übung koordiniert: Vor Ort waren der Einsatzleitwagen 2 des Kreises Soest, der Einsatzleitwagen des Malteser Hilfsdienstes aus Lippstadt und der Führungs- und Kommunikationskraftwagen des Technischen Hilfswerkes aus Arnsberg. Diese Fahrzeuge dienten der Übungsleitung als Ansprechpartner für die über 200 Übungsteilnehmer aus den Kommunen.

Ziel war es, den Analogfunk und seine Reichweite im Kreis Soest sowie die Handhabung der mittlerweile nicht mehr alltäglich genutzten analogen Funktechnik zu üben. Dabei wurde die Technik einem Stresstest unterzogen: Es ging darum zu überprüfen, ob sie auch mit einer Vielzahl von Teilnehmern sicher funktioniert – also ähnlich dem Handynetz, wenn ganz viele Teilnehmer in einer Netzzelle sind.

„Der Vorteil des Analogfunks ist, dass er im Gegensatz zum digitalen Funk durch eigene Kräfte und eigene Technik aktiviert, instandgesetzt und bei Bedarf auch erweitert werden kann“, erklärt Kreisbrandmeister Thomas Wienecke, der ein positives Fazit der Übung zieht: „Sie war ein voller Erfolg.“ Eine der Schlussfolgerungen sei, dass die Relaisstellen des Analogfunks noch mit moderner Brennstoffzellentechnik ausgestattet werden sollen, die einen autarken Betrieb der Relais über mehrere Wochen sicherstellen kann.

Weitere Informationen zum richtigen Verhalten z.B. im Falle eines Stromausfalls, eines schweren Unwetters, bei Feuer oder Hochwasser unter www.kreis-soest.de/krisenfall

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